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Erotivity

Ein Aufruf zur sexuellen Meuterei

Wie sieht weibliche Lust eigentlich ohne „Male Gaze“ aus?

Wir suchen Frauen und weiblich sozialisierte Personen, die Lust haben, Teil eines besonderen Buchprojekts zu werden.

Meine Geschichte: Performance statt SpĂĽren

Bevor ich das erste Mal Sex hatte, hatte ich schon unzählige Bilder im Kopf, wie ich dabei sein wollte. Ich wollte sexy sein, ich wollte gefallen. Dafür musste mir der Sex natürlich gefallen – so dachte ich zumindest. Es gab so viele Erwartungen, noch bevor ich überhaupt das erste Mal mit jemandem rumgeknutscht hatte.

Ich habe nicht frei erforscht, was ich eigentlich will oder was sich gut anfühlt. Ich habe von Anfang an performed. Eine Situation ist mir besonders im Kopf geblieben: Ich war 18 und hatte einen deutlich älteren Lover. Ich fühlte mich wahnsinnig erwachsen und habe beim Sex wild gestöhnt. Danach fragte er mich, wie oft ich denn gekommen wäre. Mir war das unglaublich peinlich, weil die Antwort: vermutlich gar nicht... war. Ich glaube, ich habe einfach geschwiegen.

Heute frage ich mich: Habe ich die Lust wirklich so empfunden oder habe ich sie so gut gespielt, dass ich es mir selbst abgekauft habe? Ich mochte dieses Bild von mir als ekstatische Frau, es gab mir Selbstbewusstsein. Aber es hat mich auch gelähmt. Sobald Sexualität intimer und verbindlicher wurde, hat mein Körper „Nein“ gesagt und eine tiefe Lustlosigkeit überkam mich.

Der Ausbruch aus dem Muster

Was mir geholfen hat? Zuerst war da Scham – das Gefühl, ganz alleine damit zu sein. Doch je mehr ich mich mit Sexualität beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Wir alle haben diese Themen. Ich habe angefangen, Menschen zu suchen, die ehrlich und unbequem über Sex sprechen. Frauen, die über Herausforderungen sprechen, die eben nicht immer „sexy“ sind, sondern manchmal peinlich oder einfach nur echt. Dieses Teilen hat alles verändert.

Was wir suchen: Deine Momente der Meuterei

Wir möchten diese ehrlichen Momente in einem Buch sammeln: Spielkatze – Ein Aufruf zur sexuellen Meuterei. Es geht um die Aha-Momente, in denen du gespürt hast: „Ich spiel hier gerade nur eine Rolle“. Und um die Situationen, in denen du etwas anders gemacht hast – und es sich plötzlich richtig angefühlt hat. Es geht darum, Scham abzubauen und sich gegenseitig zu ermutigen, echt zu sein.

So kannst du mitmachen:

  • Dein Text: Er darf roh und unperfekt sein. Eine Buchseite reicht völlig, längere Formate sind aber auch willkommen.
  • Schreibblockade? Wenn du nicht selbst schreiben magst, erzähl mir deine Geschichte und ich schreibe sie fĂĽr dich auf oder lass mir eine Skizze in Stichpunkten zukommen.
  • Anonymität & Datenschutz: Du kannst komplett anonym bleiben. Wenn du möchtest, fĂĽhren wir dich in einer allgemeinen Autorinnenliste auf, aber dein Name wird nicht mit deiner spezifischen Geschichte verknĂĽpft. Wir speichern und verarbeiten deine Geschichte immer unabhängig von deinem Namen.
  • Form: Die Geschichten werden in einem Journal-Format veröffentlicht, das bedeutet zu jeden Text gibt es Reflexionsimpulse. Diese kannst du mitschicken oder wir ergänzen welche. Du bekommst dann natĂĽrlich nochmal die Gelegenheit, uns RĂĽckzumelden, ob die Fragen fĂĽr dich stimmig sind.
  • Sicherheit: Du kannst deinen Text bis zur Druckfreigabe jederzeit ohne Angabe von GrĂĽnden zurĂĽckziehen. Du behältst das Urheberrecht, ĂĽberträgst uns aber die Nutzungsrechte fĂĽr das Buch.
  • Dankeschön: Da wir ein kleiner Indie-Verlag sind, können wir kein Honorar zahlen, aber du erhältst zwei Belegexemplare als Dankeschön. Sollte das Projekt größere Wellen schlagen, sorgen wir selbstverständlich fĂĽr eine faire Beteiligung.

Deadline: 14.02.2026

Hast du Fragen, wĂĽnscht dir eine Beispielgeschichte oder hast ein Manuskript fĂĽr uns? Dann schreib uns per E-Mail an hello@erotivity.de oder schick uns eine Nachricht auf Instagram unter @erotivity.de.

Wir freuen uns riesig auf deine ehrlichen Momente!

Madita & Florian